Wie ein Hausbesuch wirklich abläuft
7 Minuten Lesezeit
Wenn du das zum ersten Mal machst, ist die größte Hürde nicht der Preis. Es ist die Unsicherheit darüber, was man eigentlich schreibt, wann man was sagt und wie das vor Ort läuft. Hier steht der ganze Ablauf, Schritt für Schritt, ohne Beschönigung.
Die erste Nachricht
Schreib kurz und konkret. Wer du bist, brauchst du nicht zu erzählen; sie fragt nicht nach deinem Beruf. Was sie braucht: wann, wie lange, wo ungefähr. Also etwa: „Hallo, hättest du morgen Abend gegen acht eine Stunde Zeit? Ich wohne im 15., Nähe Westbahnhof.“
Das reicht. Kein Roman, keine Komplimente über ihre Fotos, keine Fragen nach Dingen, die nicht im Profil stehen. Was sie anbietet, hat sie aufgeschrieben. Wer danach trotzdem fragt, signalisiert, dass er nicht gelesen hat.
Was du nicht schreibst: deine exakte Adresse. Nicht in der ersten Nachricht, nicht in der zweiten. Der Bezirk reicht, um zu klären, ob sie überhaupt kommt.
Das Vereinbaren
Sie antwortet mit Zeit, Dauer und Preis, und meist auch damit, ob eine Anfahrt dazukommt. Wenn etwas unklar ist, frag es jetzt. Nach dem Termin ist die schlechteste Zeit für Überraschungen, und mitten drin die zweitschlechteste.
Übliche Fragen, die niemanden stören: Kommst du mit dem Taxi oder öffentlich? Brauchst du einen Parkplatz? Wie viel Vorlauf brauchst du, wenn ich verschieben muss? Zahlst du lieber am Anfang oder am Ende?
Wenn beides passt, gibst du die Adresse durch: Straße, Hausnummer, Stockwerk, Name an der Tür oder Klingel. Sag dazu, wenn irgendetwas heikel ist – ein neugieriger Hausmeister, eine kaputte Gegensprechanlage, ein Aufzug, der ewig braucht. Sie ist dir dankbar dafür.
Vor dem Termin
Räum auf. Nicht makellos, aber so, dass es nicht unangenehm ist. Frische Handtücher, ein sauberes Bad, ein gemachtes Bett. Das kostet zwanzig Minuten und macht den ganzen Abend anders.
Dusch dich. Das ist keine Höflichkeit, sondern Grundvoraussetzung, und es ist der häufigste Grund, warum Termine schlecht anfangen.
Leg das Geld passend bereit, in einem Kuvert oder einfach griffbereit. Nichts ist unangenehmer, als am Ende an einem Bankomaten zu stehen. Und wenn Alkohol im Spiel war: ein Glas Wein ist in Ordnung, betrunken zu sein ist es nicht. Viele Damen brechen den Termin dann ab, und sie haben jedes Recht dazu.
Wenn sie da ist
Sie klingelt, du machst auf, du bietest ihr an, den Mantel abzulegen. Ein Glas Wasser ist eine nette Geste. Meistens wird zuerst kurz das Praktische geklärt – Geld, Dauer – und dann ist das erledigt und niemand redet mehr darüber. Zahlen am Anfang ist der Normalfall, und es ist besser so: Danach ist der Kopf frei.
Viele Damen schreiben kurz jemandem, dass sie angekommen sind. Das dauert zehn Sekunden und ist eine Sicherheitsvorkehrung, keine Beleidigung. Lass sie einfach machen.
Was jetzt passiert, hat sie in ihrem Profil beschrieben. Was nicht dort steht, ist nicht vereinbart. Grenzen sind nicht verhandelbar, auch nicht gegen Aufpreis. Ein Nein bleibt ein Nein, und wer das nicht akzeptiert, wird gemeldet – zu Recht.
Zeit, Verlängerung, Ende
Sie behält die Zeit im Blick, du musst das nicht. Wenn du verlängern willst, sag es früh genug, nicht in der letzten Minute – sie hat vielleicht einen Anschlusstermin. Verlängerung wird anteilig verrechnet, das ist üblich.
Am Ende: kurz duschen, verabschieden, fertig. Kein Small Talk-Zwang, aber auch kein Rausschmiss. Zwei erwachsene Menschen verabschieden sich normal.
Wenn es gut war, schreib ihr das. Wenn nicht, schreib es auch – sachlich. Bewertungen auf Meine Mitzi sind nur möglich, wenn ein Kontakt tatsächlich stattgefunden hat. Das ist der Grund, warum sie etwas wert sind.
Die Dinge, die schiefgehen
Sie verspätet sich. Das kommt vor, Wien ist eine Stadt mit Verkehr. Zwanzig Minuten sind normal, eine Stunde ohne Nachricht ist es nicht.
Du musst absagen. Tu es so früh wie möglich. Eine Absage zwei Stunden vorher ist ärgerlich, aber verkraftbar. Eine Absage, während sie vor deiner Tür steht, ist ein verlorener Termin für sie – und in vielen Fällen zahlst du dann die Anfahrt. Das ist fair.
Etwas stimmt nicht. Wenn die Person nicht die vom Profil ist, brich ab. Du schuldest niemandem einen Termin, für den du getäuscht wurdest. Und melde das Profil. Das kostet dich zwei Minuten und erspart dem Nächsten den Abend.
Häufige Fragen
- Wann gebe ich meine Adresse durch?
- Erst wenn Zeit, Dauer und Preis vereinbart sind. Vorher genügt der Bezirk. Seriöse Anbieterinnen fragen nicht früher danach.
- Wann wird bezahlt?
- In der Regel am Anfang, bar und passend. Das ist der Normalfall und für beide Seiten angenehmer, weil danach niemand mehr daran denken muss.
- Was, wenn ich kurzfristig absagen muss?
- So früh wie möglich Bescheid geben. Wenn sie schon unterwegs oder vor der Tür ist, ist es üblich, zumindest die Anfahrt zu zahlen. Ihre Zeit ist verplant.
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